Eine
kurzweilige Zugfahrt hat mich nach Prag geführt. Eine mir völlig unbekannte
Streckenführung tat sich auf. Verkehrsgeographie ist mir bei den Dienstkursen
erspart geblieben, einst war ich froh und heute könnte ich so manche gelernte Streckenfolge
gebrauchen.
Eine
Taxifahrt vom Bahnhof zum Grand Hotel hätte mich die Innstadt weit umrunden
lassen. Ich habe mich für einen Fußmarsch nach dem langen Sitzen im Zug
entschieden. Das unebene und mit kleinen quadratischen Steinen versehene Straßenpflaster
waren für die Rollen meines Trolleys ein Überlebenstraining.
Der kurze
Weg zum Staromestske Namesti oder Altstädter Rathausplatz haben mich über die
Architektur staunen lassen. Die Gebäude im Jugendstil, Historismus, Barock, Gotik und Romantik
sind in gutem Zustand mit aufwendiger Fassadenkosmetik gepflegt.
Das Grand
Hotel Praha ist ein Haus-an-Haus-an-Haus Haus gut zu erkennen im Inneren. Es
führen Stiegen nach oben, um über einen Gang wieder nach unten, gefolgt vom
Passieren einiger Türen um wieder zu einem schmalen Gang zu kommen, der am Ende
wieder Treppen nach oben und mich halb so viele wieder nach unten gehen lässt,
dann gerade aus zum Zimmer 204. Die Nummer des Nachbarzimmers ist 303. Soso.
Das Zimmer ist ein kleines Appartement mit Vorraum, großem Bad und ein 25m²
großes Wohn-Schlafzimmer. Die Möbel sind aus Holz und sehen meinen Wiener
Büromöbeln wie nahe Verwandte gleich. Ich fühle mich angekommen.
Die Sonne hat ihr Tagwerk beendet und ich habe mit dem jungen Abend einen Drink genommen.
Liebe Grüße
aus Prag
deine reiselustige
Flonie
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