Donnerstag, 30. April 2015

Ein Brief über Reise und Ankommen

Mein liebes Wien!

Eine kurzweilige Zugfahrt hat mich nach Prag geführt. Eine mir völlig unbekannte Streckenführung tat sich auf. Verkehrsgeographie ist mir bei den Dienstkursen erspart geblieben, einst war ich froh und heute könnte ich so manche gelernte Streckenfolge gebrauchen.

Eine Taxifahrt vom Bahnhof zum Grand Hotel hätte mich die Innstadt weit umrunden lassen. Ich habe mich für einen Fußmarsch nach dem langen Sitzen im Zug entschieden. Das unebene und mit kleinen quadratischen Steinen versehene Straßenpflaster waren für die Rollen meines Trolleys ein Überlebenstraining.

Der kurze Weg zum Staromestske Namesti oder Altstädter Rathausplatz haben mich über die Architektur staunen lassen. Die Gebäude im Jugendstil, Historismus, Barock, Gotik und Romantik sind in gutem Zustand mit aufwendiger Fassadenkosmetik gepflegt.

Das Grand Hotel Praha ist ein Haus-an-Haus-an-Haus Haus gut zu erkennen im Inneren. Es führen Stiegen nach oben, um über einen Gang wieder nach unten, gefolgt vom Passieren einiger Türen um wieder zu einem schmalen Gang zu kommen, der am Ende wieder Treppen nach oben und mich halb so viele wieder nach unten gehen lässt, dann gerade aus zum Zimmer 204. Die Nummer des Nachbarzimmers ist 303. Soso. Das Zimmer ist ein kleines Appartement mit Vorraum, großem Bad und ein 25m² großes Wohn-Schlafzimmer. Die Möbel sind aus Holz und sehen meinen Wiener Büromöbeln wie nahe Verwandte gleich. Ich fühle mich angekommen.






Die Sonne hat ihr Tagwerk beendet und ich habe mit dem jungen Abend einen Drink genommen.

Liebe Grüße aus Prag
deine reiselustige Flonie

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